Das Monitoring läuft seit Jahren, alle haben sich daran gewöhnt, und dann kommt die Verlängerung. Plötzlich gibt es keine unbefristete Lizenz mehr, sondern nur noch ein Abo. Oder die Geschäftsführung fragt nach dem SolarWinds-Vorfall von 2020, ob man dem Hersteller eigentlich noch vertraut. Genau an diesem Punkt stehen derzeit viele IT-Abteilungen.
Ein Wechsel des Monitorings ist kein kleiner Schritt. Er lohnt sich aber, wenn Kosten, Lizenzbedingungen oder Sicherheitsanforderungen nicht mehr passen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was sich bei PRTG und SolarWinds geändert hat, worauf Sie bei einer Alternative achten sollten und warum wir i-Vertix als europäische Lösung empfehlen.
Warum viele Unternehmen eine Alternative suchen
PRTG: Wechsel zum Abo-Modell
Der Hersteller Paessler hat PRTG Network Monitor zum 1. Juli 2024 auf ein Abonnement umgestellt. Unbefristete Lizenzen mit Wartungsverlängerung sind laut Paessler nicht mehr erhältlich. Bestehende Lizenzen bleiben zwar nutzbar, wer aber erweitern oder neu kaufen will, landet im Abo. Lizenziert wird weiterhin nach der Zahl der Sensoren, also der einzelnen Messpunkte.
Für viele Unternehmen bedeutet das: laufende Kosten statt einmaliger Investition und eine Lizenz, die mit jedem neuen Gerät und jedem zusätzlichen Messwert wächst.
SolarWinds: der Supply-Chain-Angriff von 2020
Bei SolarWinds steht für viele die Sicherheitsfrage im Vordergrund. Im Jahr 2020 schleusten Angreifer Schadcode in den Entwicklungsprozess der Monitoring-Plattform Orion ein. Die manipulierten Updates wurden mit dem echten Zertifikat des Herstellers signiert und an Kunden ausgeliefert. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA ordnete daraufhin per Notfallanweisung an, betroffene Systeme sofort vom Netz zu trennen. Der Hersteller hat seine Prozesse seitdem überarbeitet. Der Fall hat aber gezeigt, wie gefährlich ein kompromittiertes Monitoring ist: Es hat weitreichende Zugriffsrechte auf fast alle Systeme im Netz.
NIS2: Lieferkette wird Pflichtthema
Seit dem 6. Dezember 2025 gilt in Deutschland das NIS-2-Umsetzungsgesetz. Betroffene Unternehmen müssen nach § 30 BSIG ausdrücklich die Sicherheit ihrer Lieferkette berücksichtigen, auch gegenüber Softwareanbietern. Ein Monitoring-Werkzeug mit tiefem Zugriff auf die gesamte Infrastruktur gehört dabei zu den kritischsten Lieferanten. Herkunft, Datenverarbeitung und Update-Prozesse des Herstellers rücken damit in den Fokus.
Worauf Sie bei einer Monitoring-Alternative achten sollten
| Kriterium | Darauf kommt es an |
|---|---|
| Lizenzmodell | Gibt es unbefristete Lizenzen? Wird pro Gerät oder pro Messpunkt abgerechnet? |
| Abdeckung | Netzwerk, Server, Virtualisierung, Cloud, Datenbanken und Anwendungen in einer Oberfläche |
| Automatische Erkennung | Werden neue Geräte im Netz selbstständig gefunden und eingebunden? |
| Herkunft und Datenschutz | Wo sitzt der Hersteller, wo werden Daten verarbeitet, gilt europäisches Recht? |
| Betriebsart | On-Premises, in der Cloud oder als Dienst, je nach Bedarf |
| Migration | Lassen sich bestehende Vorlagen, Schwellenwerte und Alarme übernehmen? |
| Support | Erreichbarkeit in der eigenen Sprache und Zeitzone |
i-Vertix: die europäische Alternative
Als Partner arbeiten wir mit i-Vertix, einer Monitoring-Plattform, die nach Angaben des Herstellers in Europa entwickelt wird. Sie deckt Netzwerk, Server, Cloud und IoT in einer Oberfläche ab und bringt Funktionen mit, für die man sonst mehrere Werkzeuge braucht:
- automatische Erkennung neuer Geräte im Netzwerk
- Monitoring von On-Premises-, Cloud- und hybriden Umgebungen
- Analyse von Netzwerkverkehr über NetFlow
- Sicherung der Konfiguration von Netzwerkgeräten, laut Hersteller für über 130 Anbieter und Betriebssysteme
- Dashboards, SLA-Berichte und Alarmierung
- optional Log-Management, Erkennung von Sicherheitsereignissen und IT-Asset-Management
Laut Hersteller unterstützt i-Vertix Technologien von mehr als 700 Anbietern mit über 5.000 vorkonfigurierten Sensor-Profilen. Neue Profile kommen über einen kostenlosen Plugin-Store laufend hinzu.
Flexible Lizenzen statt Sensor-Zählerei
Der wichtigste Unterschied für viele Unternehmen liegt im Lizenzmodell. Kunden können wählen, ob sie pro Gerät oder pro überwachtem Dienst lizenzieren. Bei der gerätebasierten Lizenz spielt die Zahl der Messpunkte keine Rolle. Wer also an einem Server zusätzlich die Festplatten, Dienste und Datenbanken überwacht, zahlt nicht für jeden Wert extra. Neben dem Abo bietet i-Vertix weiterhin unbefristete Lizenzen an, dazu Modelle für Dienstleister und eine Variante als Cloud-Dienst.
PRTG, SolarWinds und i-Vertix im Überblick
| Merkmal | PRTG Network Monitor | SolarWinds | i-Vertix |
|---|---|---|---|
| Lizenz | seit Juli 2024 nur noch Abo | je nach Produkt | unbefristet oder Abo |
| Abrechnung | nach Anzahl Sensoren | je nach Produkt | pro Gerät oder pro Dienst wählbar |
| Herkunft | Deutschland | USA | Europa |
| Betrieb | On-Premises, Cloud-Variante | On-Premises, Cloud | On-Premises, Cloud, hybrid |
Hinweis: Lizenzbedingungen ändern sich. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der Hersteller.
So läuft ein Wechsel ab
Ein Monitoring-Wechsel muss nicht monatelang dauern. Bewährt hat sich dieser Ablauf:
- Bestandsaufnahme. Welche Geräte, Dienste und Schwellenwerte werden heute überwacht? Welche Alarme sind wirklich wichtig, welche ignoriert ohnehin jeder?
- Testphase parallel. i-Vertix läuft für einige Wochen neben dem bestehenden System. So lässt sich vergleichen, ohne Risiko einzugehen.
- Vorlagen übertragen. Profile, Schwellenwerte und Alarmwege werden übernommen und dabei gleich aufgeräumt.
- Umschalten. Erst wenn alles stabil läuft, wird das alte System abgeschaltet.
- Absichern. Das Monitoring selbst bekommt eigene, geschützte Zugänge, und seine Zugangsdaten zu den überwachten Systemen werden auf das Nötigste beschränkt.
Der letzte Punkt gilt für jedes Monitoring, egal welcher Hersteller. Gerade der SolarWinds-Vorfall zeigt, dass ein Werkzeug mit Zugriff auf alles auch besonders gut geschützt werden muss.
Fazit: Wechseln lohnt sich, wenn Lizenz und Vertrauen nicht mehr passen
Die Umstellung von PRTG auf ein reines Abo und die Vorgeschichte von SolarWinds haben viele Unternehmen zum Nachdenken gebracht. Dazu kommt NIS2, das die Sicherheit von Softwarelieferanten zur Pflicht macht. i-Vertix bietet eine europäische Alternative mit breiter Abdeckung, flexiblen Lizenzen und der Möglichkeit, weiterhin unbefristet zu kaufen. Mit einer sauberen Testphase ist der Wechsel planbar und ohne Überwachungslücke möglich.
Sie überlegen, Ihr Monitoring zu wechseln? Wir zeigen Ihnen i-Vertix in Ihrer eigenen Umgebung und begleiten die Migration von PRTG oder SolarWinds. Mehr zur laufenden Überwachung lesen Sie auf unserer Seite zu IT Security Monitoring. Kostenlose Erstberatung buchen









